Wer schneller ist, bleibt länger im Kopf – warum Website Speed so wichtig ist

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Du kennst das sicher: Klick auf eine Seite, einundzwanzig, zweiundzwanzig …

Wenn die Seite dann noch lädt, ist dir die Lust vergangen. Zumindest geht es uns oft so. In den Zeiten immer schnellerer Verbindungen und immer rascherer Nachrichtenübermittlung wird auch das Web nach Geschwindigkeit beurteilt.

Manchmal unbewusst (das ist die Sache mit der Geduld), manchmal bewusst. Denn die Ladegeschwindigkeit einer Seite ist bei Google ein klares Kriterium in Sachen Ranking. Oder anders gesagt: Die Website Performance ist ein zentraler Punkt.

Website Ladegschwindigkeit

Das ist einfach nachvollziehbar und logisch: Google hat zum Ziel, seinen Nutzern relevante Seiten mit möglichst passenden Antworten auf die gestellten Suchanfragen anzuzeigen. Relevant ist auch, was nutzerfreundlich ist. Und Nutzerfreundlichkeit hat – siehe unser Einstieg oben – mit Geschwindigkeit und Geduld zu tun.

Die wenigsten Nutzer haben bei ihrer Suche die Geduld, lange zu warten. Selbst wenn „lange“ sich im Sekundenbereich bewegt. Das ist schon zu viel, fix wird weggeklickt, wenn der Ladeprozess zu lange dauert. Die Absprungraten auf Websites, die langsam laden, sind hoch … Das bringt uns wieder zu Google zurück. Hohe Absprungrate, schlechtes Ranking. Oder seologisch ausgedrückt:

Page Speed ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg deiner Website.

Google & Co. bewerten die Website Performance  mit hoher Relevanz, Seiten mit optimierter Ladegeschwindigkeit sind im Vorteil. Das hängt auch mit dem Crawling zusammen: Je besser, also schneller, die Ladezeit einer Seite, desto mehr Seiten crawlt der Google-Robot bei seinem Besuch. Dies wiederum spielt in die Indexierung dieser Seiten mit hinein.

Page Speed optimieren: Klingt nach geheimer Formel. Wie bitteschön funktioniert das?

Da wäre zunächst die reine Ladezeit der HTML-Seite: von Google gemessen, zu finden in den Google-Webmaster-Tools unter „Crawling-Crawling Statistiken“.

Damit Google die Site vollständig crawlt, sollte der Wert hier 500 Millisekunden nicht überschreiten. Liegt der Wert über 500 Millisekunden, kann dies den Crawl negativ beeinflussen.

Die Folge: Die Seiten laufen Gefahr, nicht in den Google Index aufgenommen zu werden, und können sie über Google nicht gefunden werden.

Page Speed Webmaster Tools

Aber Vorsicht: Es geht nicht nur um das Laden der Seite an sich, sondern um die Auslieferung der kompletten Inhalte. Grafiken, JavaScript, AdServer-Elemente – bis alles sichtbar ist, vergeht Zeitspanne X. Vom Durchschnitt, wie viel Zeit deine Seiten zum Laden brauchen über den Vergleich zu anderen Sites bis zur Entwicklung über einen gewissen Zeitraum. 

Welcher Wert ist gut? Und welcher ist besser?

Google nennt einen Wert von 1,5 als Schwelle zwischen „gut“ und „schlecht“. Wenn dir das nicht viel sagt: Teste deine Seite! Der Page Speed wird von Google anhand eines Punktesystems von 0 (schlecht) bis 100 (optimal).

Google selbst bietet ein Tool an, mit dem du prüfen kannst, welche Punktzahl deine Website erreicht und ob es Optimierungsbedarf gibt. Nicht vergessen: Die PageSpeed Insights unterscheiden, wie die Site aufgerufen wird – ob mobil oder vom Desktop-Rechner aus.

Hier gehts zum Google PageSpeed Test.  

Eine optimierte Website Ladegeschwindigkeit bringt dir:

  • Pluspunkte bei Google (Stichwort "Ranking-Faktor")
  • eine bessere Usability (Nutzerfreundlichkeit) und damit geringere Absprungraten
  • mehr Professionalität für deine Webseite, Marke und Unternehmen
  • mehr Conversions

Und was kann ich nun für meine Ladegeschwindigkeit tun?

Du kannst den Page Speed deiner Website effektiv optimieren (oder optimieren lassen). Wir verraten dir einige Tipps, Tricks und Aktionen, mit denen du deine Website Performance positiv beeinflussen kannst.

Aktion 1: Minimiere die HTTP-Requests

Soll heissen: Verringere die externen Quellen wie Skripte, Stylesheets und Bilder. Damit muss weniger geladen werden, die Seite wird schneller ausgeliefert und angezeigt.

Aktion 2: Setze ein CSS-Stylesheet ein

Dazu kannst du alle vorhandenen Stylesheets in einem CSS-File zusammenfassen und verlinken. Achtung: inline-Styleangaben im HTML-Dokument solltest du nicht mehr verwenden. Dann ist der Weg frei, für das Caching der CSS-Datei – die Site wird schneller. Wie genau das geht, können dir die Experten sagen oder das für dich übernehmen.

Aktion 3: Priorisiere “above-the-fold “ Content

Obwohl wir gerade von nur einem CSS Stylesheet gesprochen haben, macht es Sinn folgende Option zu bedenken: Die Nutzerfreundlichkeit kannst du steigern indem der obere Teil deiner Seite (above-the-fold Content) schneller lädt als der Rest der Seite. Hierfür könntest du dein CSS in zwei Teile aufteilen.

Aktion 4: Komprimiere, was geht.

Die ausgelagerten Styles und Skripte kannst du zusätzlich komprimieren und so die Ladezeit weiter optimieren. Mit vielen HTML-Editoren ist das mittlerweile möglich. Ausserdem kannst du über eine Gzip-Komprimierung für signifikant höhere Geschwindigkeit sorgen:

Aktiviere die Gzip-Kompression über einen Eintrag in der .htaccess-Datei. Voraussetzung ist ein Apache HTTP-Server sowie die Installation von „mod_gzip“, dem entsprechenden Extension Modul. Möglich sind hier bis zu 80 Prozent Kompression.

Aktion 5: Kombiniere, was geht.

Du kannst innerhalb deiner Seite einzelne Symbole, Icons, Bilder und Grafiken zu CSS-Sprites zusammenfassen. So verringerst du die Anzahl der HTTP-Requests und erhöhst die Geschwindigkeit der Site.

Wenn du ausserdem jedes Bildelement mit den CSS-Angaben width und heigth, also den expliziten Angaben zu Breite und Höhe versiehst, können Tabellen, Listen etc. noch schneller geladen werden. Dann weiss der Browser, wie viel Platz er bereithalten muss; der eigentliche Inhalt wird nachgeladen.

Aktion 6: Optimiere deine Bilder

Wahrscheinlich hast du bereits auf eine möglichst geringe Dateigrösse deiner Bilder geachtet. Hier versteckt sich noch Potenzial. Manche Bildbearbeitungsprogramme bieten zusätzlich die Option, „für Web speichern“, damit werden die Bilder optimal heruntergerechnet – so gross, wie zur guten Darstellung nötig ist, so klein wie möglich. Dabei gilt vor allem: Speichere deine Bilder nur so gross, wie du sie einsetzen willst.

Wenn du ein Motiv an zwei Stellen verwendest (zum Beispiel in einer Vorschau sowie in der kompletten Ansicht), lade das Motiv zweimal hoch – einmal in kleiner, einmal in grösserer Grösse. Denn auch, wenn ein Bild nur klein angezeigt wird: Wenn es in grosser Auflösung hinterlegt ist, lädt die Seite das komplette Bild – dein PageSpeed wird beeinträchtigt.

Aktion 7: Nutze Caching

Dies ist eine Möglichkeit, um die Ladezeit erheblich zu verringern. Gerade bei Besuchern, die öfter wiederkommen, ist das nicht nur für dich als Seitenbetreiber, sondern auch für den Besucher eine angenehme Sache: dynamische Seiten werden so nicht jedes Mal komplett neu aufgebaut, sondern als statisches HTML-Dokument auf dem Webserver gespeichert.

Du kennst das sicher: Oft wird davon gesprochen, eine Seite „noch im Cache“ zu haben und eben nicht warten zu müssen, bis alles neu geladen ist. Dem Browser teilst du quasi mit, welche Daten er aus dem, was beim letzten Mal schon angezeigt wurde, gezogen werden soll. Dein Header, beispielsweise, mit Logo und anderen Elementen, wird sich nicht verändern. Je mehr solcher Daten nicht neu vom Server geholt werden müssen, sondern im Browser Cache vorhanden sind, desto schneller lädt die Seite.

Aktion 8: Nutze ein CDN 

Ein Content Distribution Network (CDN) soll möglichst viele Dateien so schnell wie möglich an den User ausliefern. Daten werden zwischengelagert, die eigene Website verlinkt auf das CDN, das wiederum die Ressourcen vom Server holt und dem Nutzer bereitstellt. Diese Datenlieferung macht ein Content Delivery Network aus, also  „Verladestellen“, die global verteilt sind und so den Datenzugriff beschleunigen.

Content Delivery Network

Aktion 9: Achte auf 301-Weiterleitungen

Natürlich sind 301 Weiterleitungen in vielen Fällen notwendig. Versuche dennoch Weiterleitungen zu vermeiden, vor allem ganze 301 Ketten, also eine 301-Weiterleitung die wiederum auf eine weitere 301-Weiterleitung verlinkt usw.

Eine Weiterleitung zwingt den Browser auf eine neue URL zuzugreifen. Dort wiederum muss der Browser zunächst warten, bis er einen HTTP-Request bekommt. Das alles dauert – und noch dazu folgt der Google-Bot nur drei Weiterleitungen. Je mehr Umwege also, desto schlechter für Geschwindigkeit und Ranking.

Aktion 10: Präferiere einen eigenen Server

Denn die meisten Websites liegen heute auf sogenannten Shared Hosting-Plattformen, also an Orten, an denen bis zu hundert oder sogar mehr andere Websites gesammelt auf einem einzigen physikalischen Server des Providers liegen. Auch das kann sich negativ auf die Geschwindigkeit auswirken; deinem Internet Service Provider ist deine Seite genauso wichtig wie alle anderen. Wenn du auf einen dedizierten Server ausweichst und die Hardware-Settings dem Traffic deiner Website entsprechend einstellst, kannst du dir hier klare Vorteile verschaffen.

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