Social Media in der Schweiz: Wer, wann und wie oft?

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Social Media Nutzung in der Schweiz: Eine Betrachtung. 

Social Media Nutzung: Im engen privaten Umfeld lässt sie sich noch einigermassen einschätzen. Im grösseren Rahmen wird es dagegen schwierig. Wer ist online? Wie alt sind die Nutzer? Was wird wann wie oft auf welche Weise genutzt? Studien und Beobachtungen über längere Zeit geben Sicherheit. Belegbare Zahlen zeigen Unternehmen eine mögliche Richtung. Du willst Facebook & Co. erfolgreich für dein Unternehmen nutzen? Dann finde zunächst heraus, ob sich deine Zielgruppe in sozialen Netzwerken aufhält.

Wir haben uns umgeschaut und sind auf die aktuelle Studie der Firma Xeit aufmerksam geworden. 900 Konsumenten in der Schweiz wurden dabei zu den Themen Internetnutzung und Social Networking befragt. Wir haben uns in die Antworten aus Februar/März 2015 eingelesen und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.
 

Social Media in der Schweiz

Erkenntnis 1: Facebook ist nach wie vor vorn.

Es ist die Nummer 1 der regelmässig genutzten Netzwerke in der Schweiz. 74 % der Befragten folgen einem oder mehreren Unternehmen auf Facebook und zeigen so ihre Solidarität und Begeisterung. Gegenüber 2014 ist das eine Steigerung von 15 %;  eine durchaus bemerkenswerte Zahl. Immerhin werden immer wieder Rufe laut, Facebooks Zenit sei überschritten … Die Zahlen sagen etwas anderes und zeigen: Facebook wird am intensivsten genutzt. Im Umkehrschluss heisst das: Facebook bietet auch 2015 das grösste Potenzial für Social Media Marketing.

Facebook im Überblick:

  • 3,47 Mio. monatlich aktive Nutzer (Ende Juni 2015) in der Schweiz
  • Altersgruppe Ü50 wächst stark
  • Zahl der Teenies sinkt
  • Gruppe der 30 bis 39-Jährigen wuchs ebenfalls leicht

 

Alles in allem wächst also die Gruppe derer, die nicht gänzlich erst noch auf der Suche nach „ihren Marken“ sind, sondern genauer wissen, wem sie vertrauen. Die Zahlen noch einmal anders ausgedrückt: Jeder zweite Nutzer ist zwischen 20 und 39 Jahren alt. Erreichen lassen sich über Facebook also erwachsene, berufstätige Menschen – in grosser Zahl. Das Netzwerk ist und bleibt riesengross und birgt damit auch entsprechendes Potenzial für Unternehmen.

 

Fazit: Zielgruppe ansprechen leicht gemacht – mit der richtigen Strategie

Analysiere deine Zielgruppe sorgfältig und frage dich, ob du sie auf Facebook erreichst. Wenn du dazu den Radius erweiterst, kannst du durchaus zusätzliche Segmente erschliessen. Ü50 und Twens: Auch hier verstecken sich potenzielle Neukunden, die du gezielt zu treuen Stammkunden machen kannst, wenn du sie einmal überzeugt hast. Nutze deine Chancen: Jeder zweite Schweizer im Netz ist auf Facebook aktiv.

 

Erkenntnis 2: Instagram holt auf.

Was zunächst aussieht, als seien bildstarke Netzwerke in der Schweiz auf dem Vormarsch, sollte genauer betrachtet und eingeordnet werden.

 

Ja: Instagram wird wichtiger und rangiert mit 27 % auf Platz 2 hinter Facebook.

Ja: Instagram hat Twitter in der Schweiz überholt. 

Ja: Das Bilder-Portal lässt sich hervorragend mit Facebook kombiniert nutzen.

 

Nein: Pinterest ist hier im Land nach wie vor eher von geringer Bedeutung.

Nein: Instagram passt nicht zu jedem Unternehmen. Überlege gut, welche Inhalte du deiner Zielgruppe dort näher bringen kannst. Qualitatives Bildmaterial ist ausschlaggebend.

Nein: Bilder-Sharing-Portale sind kein Facebook-Ersatz. Stattdessen kannst du hier ganz neue Wege gehen.

 

Unternehmen lernen mehr und mehr dazu, gehen neue Wege und entdecken das Netzwerk für sich und ihren Auftritt. Sogar Google+ hat übrigens Twitter in der Schweiz überholt beziehungsweise ist nahezu gleichauf.

 

Fazit: Bilder stärken Ihren Auftritt

Überlege, wozu ein Bilder-Sharing-Portal mit Interaktionsmöglichkeiten wie Instagram für deine Zwecke gut sein kann – und wie du dort mit deinen Kunden und Interessenten in Kontakt treten kannst. Du weisst ja: Der Mensch denkt in Bildern. Wenn er sie direkt kommentieren kann, umso besser.

 

Erkenntnis 3: Business-Netzwerke werden globaler.

LinkedIn, eher als Network in den USA bekannt und beliebt, hat schwer aufgeholt. Satte 14 % gegenüber dem Vorjahr sprechen eine deutliche Sprache – wohl auch, weil immer mehr Unternehmen weltweit vernetzt agieren wollen und damit auch können. Dieses Netzwerk und XING werden in etwa gleich häufig genutzt, allerdings haben auch viele User auf beiden Plattformen ein Profil.

 

Fazit: Vitamin B ist alles

Geschäftliche Kontakte und die eigene Präsentation auch auf Business-Plattformen spielen weiterhin eine zentrale Rolle. Alles wächst enger zusammen, auch Facebook & Co. werden durchaus beruflich benutzt. Umgekehrt knüpfen private Bekannte häufig auch auf Business-Netzwerken Kontakte – man weiss nie, wo man sich erneut begegnet oder wer wiederum um diesen Kontakt weiss.

 

Erkenntnis 4: Nicht alle sind in sozialen Netzwerken online, aber alle Online sind mobil.

Immer noch gibt es viele, die sich gar nicht in sozialen Netzwerken aufhalten. 2014 lautete die Begründung eher, es gäbe keine konkreten Anlässe, aber durchaus die Möglichkeit, doch irgendwann dort online zu sein. 2015 jedoch sind sich die Nicht-Nutzer einig: „Ich verspreche mir keinen beruflichen oder privaten Nutzen davon.“

Wer allerdings online ist, von denen nutzt mehr als die Hälfte soziale Netzwerke mehrmals täglich – zumindest zu Hause. Am Arbeitsplatz bleibt jeder Fünfte offline, wobei aber jeder zweite auch am Arbeitsplatz täglich oder mehrmals täglich Social Networks nutzt. Auch hier wird deutlich: Berufliches und Privates vermischen sich.

91 % der Befragten nutzen das Internet zudem mindestens einmal die Woche mobil. Damit sind 22 % mehr Menschen unterwegs im Netz als 2014. 61 % fühlen sich gestresst vom Dauer-Onlinesein. Überraschend: Jüngere Nutzer legen mehr Wert auf die sensiblen Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre als ältere.

 

Fazit: Der goldene Mittelweg zählt

Damit meinen wir nicht, nicht bewusst nach links und rechts zu schauen oder mutig und bewusst eine polarisierende Haltung einzunehmen. Viel mehr solltest du auf Basis deiner defininerten Zielgruppe genau überlegen, ob diese online ist, und welche Kanäle dann die richtigen sind. Nutze diese optimal: Überfordere deine Fans nicht, aber lass sie auch nicht „zappeln“. Zeige Präsenz vor allem dahingehend, dass dein Content relevant, spannend und abwechslungsreich ist.

Erkenntnis 5: Kaufentscheidungen werden zum grossen Teil online getroffen

Im Rahmen der Umfrage hat Xeit die Schweizer auch gefragt, wie sie das Internet vor dem Kauf nutzen. Wird auf Social Networks um Erfahrungen gebeten? Wie und wo wird gesucht? Wie gelangen die Nutzer an Informationen über das gesuchte Produkt?

 

Der Kaufzyklus im Web

Vor dem Kauf

verschafft sich der Nutzer Informationen. 85 % der Befragten suchen grundsätzlich online nach Informationen, und das täglich – mit einem mobilen Gerät. Für dich bedeutet das leicht zugängliche Basisinformationen. Deine Adresse und Telefonnummer, Öffnungszeiten und andere relevante Daten sollten sowohl mobil als auch vom Desktoprechner aus schnell gefunden werden.

Vor dem Kauf informieren sich 61 % der Studienteilnehmer immer oder oft online über das gewünschte Produkt bzw. die Unternehmen, die dazu in Frage kommen. Wird das Unternehmen nicht gefunden, kommt es nicht in Frage – so hart, so schnell und so einfach fällt hier das Urteil. Ein starkes Online-Profil dagegen hilft: Die aktuelle Website vermittelt Modernität, das Unternehmen ist „am Puls der Zeit“. Die – bitte unbedingt gut sichtbaren – Touch Points sind wettbewerbsentscheidend. Durch die User generierte Meinungen wie Blogartikel, Bewertungen auf entsprechenden Plattformen oder auch nur das „gefällt mir“ auf Facebook beeinflussen die Kaufentscheidung massiv. Das bestätigen 67 % der Umfrageteilnehmer.

 

Beim Kauf

muss sich der Nutzer wohl fühlen. Vermittle Sicherheit, prüfe regelmässig und konsequent, dass alles funktioniert, dein Shop aktuell ist, die virtuellen Regale gefüllt. Beschreibungen sollten aktuell sein, Bewertungen authentisch. Wenn hier alles reibungslos klappt, bleibst du dem Käufer positiv in Erinnerung. Die Chance, dass er wiederkommt, steigert sich immens. Ein anderer Gesichtspunkt: Wer dich besucht, also wirklich live vor Ort, nutzt gern den Online Check-in. Und erzählt sicher auch Freunden und Familie von seinem Erlebnis.

 

Nach dem Kauf

ist vor dem Kauf – und vor der Empfehlung. Wer sich zuvor von Nutzern „beraten“ liess, wird jetzt selbst zum Ratgeber. Meinungen auf Bewertungsportalen, Beschreibungen der Kaufabwicklung, Blogpostings oder die Weitergabe der Erfahrung auf Facebook: Alles verzweigt sich immer weiter. Um hier noch einmal Instagram aufzugreifen: Denke an das Bild eines neu erworbenen Produkts, über das sich der Nutzer nach einer positiven Kauferfahrung freut. Wenn vielleicht hier noch kein Link auf dein Unternehmen gesetzt wird, so ist bestenfalls doch dein Name zu lesen, wird genannt und bleibt im Kopf.

 

Fazit: „Der Schweizer“ informiert sich online

Die Gruppe aus 56 % Frauen und 44 % Männern war mit 900 Personen nicht sehr gross, aber repräsentativ für die Schweizer Wohnbevölkerung zusammengestellt (im Hinblick auf demographische Merkmale wie Alter, Bildungsniveau, Haushaltseinkommen u. Ä.).

 

Ein Tipp zum Schluss: Denke an die Blogger. Die Blogger-Szene wird immer grösser, und immer wichtiger.

 

  • 17 % der Befragten führen selbst ein Blog – das sind +5 % zum Vorjahr
  • 20 % haben dieses Blog innerhalb der letzten sechs Monate gestartet
  • 15 % bloggen bereits über sechs Jahre
  • 37 % der Nutzer kümmern sich selbst um das Hosting ihrer Blogseite

 

Überhaupt ist Wordpress als Content Management System (CMS) auch in der Schweiz auf dem Vormarsch, Googles blogger.com hat Anteile eingebüsst und liegt bei 16 % Nutzeranteil; tumblr bei 13 %. Je mehr sich Wordpress verbreitet, desto mehr trauen sich an das System und bloggen selbst. Ein riesiger Markt mit Menschen, die regelmässig ihre Online Erfahrungen im Netz teilen. Wer hier positiv genannt wird, gewinnt mehr als nur einen neuen Fan. Und das nicht nur auf Facebook. 

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