Was sind eigentlich Dynamic Product Ads auf Facebook?

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Im E-Commerce spielt das Thema Retargeting eine besonders grosse Rolle. Die Werbeanzeigen können individuelle auf das Nutzerverhalten des Users angepasst werden, und er bekommt Produkte eines Onlineshops auch dann noch einmal angezeigt, wenn er den Shop wieder verlassen hat. Gerade für Onlineshops ist das Thema Retargeting eine hervorragende Möglichkeit, seine User mit zielgerichteter Werbung anzusprechen. Nutzer, die die Shopseite ohne Kaufabschluss wieder verlassen haben, können dank personalisierter Werbung gezielt angesprochen und somit doch noch von einem späteren Kauf überzeugt werden. 

Auch Facebook bietet mit seinen Dynamic Product Ads nun eine interessante Möglichkeit, mit Hilfe von Retargeting gezielt für bestimmte Produkte zu werben und dem User für ihn relevante Anzeigen einzublenden. 

Was bieten Dynamic Product Ads? 

Vor dem Roll out von Dynamic Product Ads mussten sich Onlineshops genau überlegen, welches Produkt sie über Facebook bewerben möchten bzw. mussten sie eine grosse Anzahl von Ads nutzen, um auf einen grösseren Teil ihrer Produktpalette aufmerksam zu machen. Für Shops mit einem grossen Sortiment oder häufig wechselnden Angeboten bedeutete das einen enormen Aufwand, vor allem, wenn die Anzeigen dann noch weiter optimiert werden sollten.

Mit Dynamic Product Ads bietet Facebook nun die Möglichkeit, gezielt dynamische Werbeanzeigen zu schalten, in denen Produkte zu sehen sind, die der User kürzlich betrachtet hat. Es muss nicht mehr für jedes Produkt eine eigene Anzeige erstellt werden, sondern mit nur einer erstellten Kampagne können alle Produkte beworben werden. Auf diese Weise sehen Facebook-User für sie besonders relevante Angebote sobald sie ihre Facebook Unternehmens-Seite besuchen.

Bildquelle: Facebook for Business

Voraussetzungen für Dynamic Product Ads

Um vom neuen Ad-Format profitieren zu können, benötigst du den Facebook Business Manager. Doch bevor du Dynamic Product Ads überhaupt erstellen kannst, musst du deinen bestehenden Produktkatalog (auch Product Feed genannt) auf Facebook hochladen bzw. ihn vorher erstellen. Hilfe findest du hier

Bildquelle: Facebook for Business

Auf deiner Website muss ein Custom Audience Pixel mit dynamischen Parametern integriert werden, um zu tracken, welche Produkte ein Besucher auf deiner Seite angesehen hat, was in den Warenkorb gelegt  und was tatsächlich gekauft wurde. Erst dann kannst du deine Anzeigen gezielt darauf anpassen.
Die Erstellung eines Custom Audience Pixels erfordert ein bisschen technisches Wissen. Nähere Informationen, wie die Integration funktioniert, findest du hier.

Natürlich kannst du dir auch professionelle Unterstützung holen, um den Custom Audience Pixel auf deiner Website zu integrieren. 

Sobald du den Custom Audience Pixel integriert hast und auch dein Produktkatalog steht, kannst du ihn im Business Manager unter „Product Catalogues“ hochladen. 

Kampagne erstellen

Jetzt kannst du über den Power Editor eine neue Kampagne erstellen. Auf „Create Campaign“ wählst du als Ziel „Product Catalog Sales“. Anschliessend kannst du eine Anzeigengruppe erstellen, die zum Ziel hat, Produkte aus deinem Katalog zu bewerben. Bei der Erstellung der Anzeigengruppe stehen dir vielfältige Möglichkeiten zur Auswahl. 
So kannst du dein Produktset nach unterschiedlichen Kriterien filtern: Verfügbarkeit, Marke, Kategorie oder Preis. Dann wird dir die Anzahl der Produkte angezeigt, die auf Basis deines Filters verfügbar sind. So kannst du zum Beispiel nur Produkte anzeigen lassen, die auch auf Lager sind.

Zielgruppen abgrenzen

Nun folgt ein neuer Schritt, und zwar die Eingrenzung deiner Zielgruppe. Je genauer eine Werbeanzeige auf eine Zielgruppe zugeschnitten werden kann, desto effektiver wird ihr Einsatz. Facebook Dynamic Product Ads erlauben die differenzierte Unterscheidung deiner Interessenten. Du kannst sie nach ihrem Verhalten unterscheiden. So lässt sich ein Warenkorb-Abbrecher von Besuchern abgrenzen, die nur einen kurzen Blick auf ein Produkt geworfen haben. Hier kannst du ausserdem den Zeitraum der Wiederansprache einstellen. Ein Beispiel wäre: "Viewed but not bought in the last 10 days".

Pricing

Beim Pricing kannst du zwischen der Optimierung auf CPC und CPM wählen, wobei Facebook das CPC-Modell empfiehlt.

Werbeanzeigen erstellen

Im letzten Schritt erstellst du dann die Werbeanzeige. Hier kannst du zwischen einer Anzeige mit einem Bild (Single image and link in one ad) und einer Anzeige mit mehreren Bildern (Multiple images and links in one ad) wählen. In den Textelementen deiner Anzeige kannst du die dynamischen Parameter deines Produktkatalogs aufgreifen, um die Anzeigen zu individualisieren. Diese Möglichkeit solltest du nutzen, um die Anzeigen passend zum entsprechenden Verhalten der User zu gestalten. 

Tracking

Es lohnt sich ein Facebook Conversion Pixel anzulegen, um zu sehen welche Produktanzeigen besonders erfolgreich waren. Unterschiedliche Anzeigengruppen lassen sich auf der Basis weiter optimieren.

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