Content Ranking Signale: Wie Google deine Inhalte analysiert

24 Shares

In diesem Beitrag geht es um einige fortgeschrittene Methoden, die Google bei der Analyse und Evaluation deiner Inhalte möglicherweise anwendet.
Insbesondere geht es um Ranking Signale, die Google bei einer Suchanfrage in Betracht zieht, um daraus abzuleiten, an welcher Stelle in den Suchergebnissen deine Webseite angezeigt wird (Stichwort: Rank Worthiness – also, welcher Wert wird dem Inhalt in Bezug auf die Suchanfrage zugemessen). 
 

Content Analyse - Ranking Faktoren


Google hat mittlerweile bestätigt, dass die beiden beim Ranking meist genutzten Signale sich auf Inhalte und Links beziehen. Das ist soweit auch keine Überraschung. Backlinks sind zweifelsohne nach wie vor von sehr großer Bedeutung.

Aber vor allem das Thema „Content“ ist mittlerweile wesentlich komplexer und anspruchsvoller geworden.
Deswegen geht es heute um mögliche Content Ranking Signale, die wesentlich anspruchsvoller sind, als das was standardmässig in diesem Zusammenhang diskutiert wird. 

Content Ranking Signale

1. Nutzer Intention

Googles maschinenbasierte Algorithmen verstehen die gundlegende Intention oder Absicht eine Suchanfrage. Wenn man einen Suchbegriff eingibt, zum Beispiel „die besten Biersorten", bekommt man an erster Stelle ein bestimmtes Ergebnis, sagen wir eine Seite „Die 100 besten Biersorten der Welt“.
Je nachdem, wo in der Welt Sie ihre Suche eingeben (Geolocation), kann das Ergebnis variieren. 

Natürlich achtet Google nach wie vor auf Keyword Matches. Allerdings nicht nur einfach auf genaue Übereinstimmungen, sondern auch auf Synonyme, Bedeutungen und vor allem auch auf die grundlegende Intention der Suchanfrage. Google nimmt also eine grammatikalische Analyse vor, und berücksichtigt, dass „beste“ Biersorten verschiedene Dinge bedeuten können: die beliebtesten, die schmackhaftesten, die meist verkauften, die exotischten oder eine Kombination davon. 

In unserem Beispiel hat Google „beste“ gleichgesetzt mit den am „besten bewerteten“. Google sagt also: „wenn es um Bier geht, dann heisst "gut" in den meisten Fällen "gut bewertet", also wird jemand, der nach den besten Biersorten sucht, an den Biersorten interessiert sein, die von Konsumenten als „beste Biersorten“ bewertet wurden.“ Also erscheinen dieses und ähnliche Ergebnisse auch auf den ersten Plätzen.
 

Content Analyse
Bildquelle: bierbasis.de

2. Assoziierte Themengebiete und verwandte Keywords 

Google erkennt, dass im Zusammenhang zu einem Thema bestimmte Begriffe sehr häufig gemeinsam auftauchen und leitet daraus ab, dass diese Begriffe miteinander verbunden sind und thematisch zusammengehören. Webseiten mit Inhalten, die diese Themen und Begriffe entsprechend abdecken, sehen das dann auch im Ranking.  

Als Beispiel unten eine Termgewichtungs-Analyse (WDF*IDF) zum Begriff "Biersorten" (Quelle, onpage.org).
 

Verwandte Themen - onpage


Googles Logik geht also beispielsweise folgendermaßen: „Komisch, hier ist eine Webseite zum Thema Biersorten, und nirgendwo ist von Lager oder Alkoholgehalt  die Rede, obwohl Biersorten und Lager doch gewöhnlich zusammen erwähnt werden. Diese Webseite kommt uns merkwürdig vor.“ Oder Google kommt zu dem Schluss, dass eine Webseite, die das Keyword „Biersorten“ enthält, aber nicht die Begriffe „Lager“ oder „Alkoholgehalt“, den User Erwartungen (Intention) nicht entspricht. 

3. Zielgruppen und Content Formate

Google evaluiert Inhalte oder einen Artikel in seiner Gesamtheit, also nicht nur ein Wort oder einen Satz, sondern auch den Umfang des Inhaltes, Ausführlichkeit, welches Leseniveau erforderlich ist.

Also: zum Beispiel sieht Google, dass wenn Leute nach „bestes Biersorten“ suchen, dass sie dann anscheinend kurze und prägnante Artikel bevorzugen mit Top 5 oder Top 10 Listen, oder Artikel, die eine gewisse Länge und oder ein paar Bilder oder eine Berwertungs-Tabelle haben.

 
Content Formate
Quelle: drweb


Google sagt also: “Wunderbar, das scheint also das Format zu sein, dass die Leute sehen wollen, wenn sie diese Suchanfrage eingeben. Also geben wir ihnen die Webseiten als Suchergebnis, die dieser Analyse standhalten.“

Wenn deine Inhalte diesem Format nicht entsprechen, wird es schwer sein, Google davon zu überzeugen, dass deine Inhalte in den Suchergebnissen ein hohes Ranking verdient haben.

4. Themen-Autorität  

Marken und Webseiten können in die oben erwähnten Assoziationen eingebunden sein, genauer gesagt stellt Google fest, ob sie im Zusammenhang mit dem jeweiligen Thema über eine gewisse Reputation verfügen. Das kann sich auf den Markennamen und die gesamte Seite beziehen, aber auch nur auf einen Teil der Seite, eine Subdomain oder Tags, die auf einer Webseite oder in einem Blog häufig genutzt werden.

Google bemerkt das und sagt:“ Hm, diese Webseite hat sehr viele Inhalte zu den Themen "Essen und Trinken" und "Gastronomie". Der Artikel zu den "besten 100 Biersorten" wurde in der Kategorie "Gastronomie" veröffentlicht, "Gastronomie" und "Biersorten" tauchen auf beliebten Seiten immer zusammen auf.“ 

Google stellt also diese Verbindungen her zwischen Worten und Sätzen, Themen und Webseiten und sagt: „Wir glauben, diese Webseite oder dieser Unterordner oder diese Subdomain gehört hier in unseren Suchergebnissen zur Suchanfrage "die besten Biersorten" ganz nach oben.“ 

5. Bild und Ton 

Jetzt sprechen wir über Bilder und Inhalte, die kein Text sind. Inhalte also aus dem Bereich Video, Audio, interaktive Elemente, Tools oder Rechner, und alles was es da sonst noch gibt. Google kann sich das ansehen und es mit anderen Dingen assoziieren. 

Suchen Sie also zum Beispiel nach „Steuerraten“ oder „Netto Gehalt berechnen“ oder ähnlichem, wird Google davon ausgehen, dass ein Tool oder ein interaktiver Rechner hilfreich wäre. 

Wenn Sie stattdessen aber nach dem Titel eines Songs suchen, geht Google wahrscheinlich davon aus, dass es eine gute Idee ist, nach Seiten zu suchen, die Video oder Audio beinhalten. Eine Suche nach einem Thema, das Google mit Podcasts in Verbindung bringt, wird Ergebnisse mit entsprechendem Audiomaterial bevorzugt anzeigen. All das spielt eine Rolle beim Ranking deiner Webseite.

6. Interpretation der Suchanfrage

Google hat im Zusammenhang mit RankBrain öffentlich darüber gesprochen wie die Suchanfrage interpretiert wird. Zum Beispiel: „Aha, Sie suchen nach den besten Biersorten. Wir wissen, dass Sie wahrscheinlich bestimmte Informationen suchen. Sie wollen sicher nicht nur Informationen über eine Biersorte, sondern über mehrere Biermarken- und Sorten. Wahrscheinlich suchen Sie auch nach Kriterien, mit denen die Qualität eines Bieres beurteilt werden kann".  Und Google geht sehr intelligent vor, um all das herauszufiltern. 

Google geht ebenfalls sehr intelligent vor bei dem Herausfiltern der Bedeutung eines Satzes. Im Beispiel unten wird der Unterschied der Suchresultate vor uns nach der Einführung von Rankbrain deutlich.

In diesem Fall suchen wir  zum Beispiel nach „seltene Blutgruppen“. Google hat in der Vergangenheit dann wahrscheinlich gesagt: „Diese Seite hat viele Erwähnungen von "Blutgruppen" und auch ein paar wenige von „seltene“, also nehmen wir die Seite in das Ranking auf".  

Rankbrain Suchergebnisse vorher nachher
Quelle: simplywebsites


Nach der Einführung von Rankbrain hat sich bereits gezeigt, dass Google zukünftig immer mehr Folgendes dazu sagt: „Moment mal, wir glauben hier wird etwas sehr Spezifisches gesucht, eine Übersicht mit Blutgruppen, die selten sind, da brauchen wir andere Inhalte.“ 

Sowohl auf Basis der Suchanfrage als auch in Bezug auf die Inhalte, kann Google also Bedeutungen interpretieren, um zu entscheiden, welche Inhalte am besten zur Suche passen und deshalb ein entsprechendes Ranking erhalten sollen. 

Artikel teilen

Über uns

seologen bloggen: über SEO, AdWords, Webdesign und alles, was in der Online Marketing Welt brodelt.

Lies hier, welche Elemente am besten miteinander reagieren und als Antrieb für deine Website funktionieren.

Gratis SEO Check

Kostenloser SEO Check Ihrer Webseite

Wird Ihre Website aktuell über Google gefunden?
Wir prüfen Ihre Webseite auf Google Ranking Faktoren - schnell und unverbindlich.