Wie wird ein Werbetext ein guter Werbetext? 10 Tipps und ein Satz vorab

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Zunächst einen Satz zum Thema „guter Werbetext“. Was ist gute Werbung? Doch im Normalfall die, mit deren Hilfe sich der Angesprochene genau so fühlt: angesprochen. Und sich merken kann, wer denn der Absender der Botschaft ist. Da kann die Werbung noch so lustig sein – wenn ich danach nicht mehr weiss, ob Automarke oder Versicherung, ist alle Mühe verschenkt und alles Geld verschwendet. Gut, das waren jetzt drei Sätze und eine Frage, bringt aber dennoch auf den Punkt, worum es geht.

Wir haben dir 10 Tipps zusammengemixt, wie dein Werbetext zum guten, ja, zum fesselnden und effektiven Werbetext wird. Zu einem, der gelesen, verstanden und im Kopf mitgenommen wird.

Tipp 1: Triff den Ton.

Profis nennen das „Tonality“ oder „Tonalität“, wir meinen damit die Atmosphäre und das Gefühl. Fühle dich in deine Zielgruppe ein. An wen willst du den Text richten? Wen willst du mit deiner Marke, deinem Unternehmen, deinen Produkten überzeugen? Wie alt ist deine Zielgruppe, welchen Beruf übt sie aus, welche Vorstellungen, Pläne und Wünsche hat sie? Natürlich lässt sich das nicht ganz pauschal sagen. Und dennoch: Versuche es. Stelle dir eine konkrete Person vor, die dem Ideal deiner Zielgruppe am nächsten kommt. Sprich genau diese Person in genau dem Ton an, von dem du denkst, dass er funktioniert. Passe Satzlängen und Wortwahl, Schreibstil und Textumfang an die fiktive Person an. Und falls du erst noch Inspiration brauchst: Hör deiner Zielgruppe zu. Auf der Strasse, im Internet.

Tipp 2: Reserviere den Mittelpunkt für das Problem.

Negative Aussagen sind nicht gut? Menschen wollen nichts über Probleme lesen? Von wegen. Dein potenzieller Kunde hat ein Problem – und am besten dein Produkt als Lösung. Zeige ihm sein Problem deutlich, oder gehe sogar noch einen Schritt weiter und kreiere ein Problem, von dem er vorher gar nicht wusste, dass er es hat und dass ihm etwas fehlt. Und dann gilt der bewährte Sinnspruch: Bedarf geweckt, Bedarf gedeckt. Am besten alles innerhalb deines Werbetextes – denn so hat dein Leser das gute Gefühl, direkte Hilfe zu bekommen. Von dir.

Tipp 3: Rolle den roten Teppich aus.

Als Unternehmen, das vor der Aufgabe steht, sich selbst zu präsentieren, passiert schnell eines: Du sprichst über dich. „Wir haben, wir können, wir sind“ ist faktisch korrekt, im Werbetext aber schwierig. Denn du willst deiner Leserin und deinem Leser den sprichwörtlichen roten Teppich ausrollen, damit er oder sie darüber geht – und nicht etwa, damit du selbst dort entlang schreiten kannst. Der Kunde ist und bleibt König, und im guten Werbetext bekommt er genau das vorgeführt. Zeige ihm, wie er von deinen Leistungen profitiert, wie sein Leben dadurch leichter, sein Problem gelöst wird. Dass du dahinter stehst, weiss er dann schon ganz genau. Und noch etwas: Sprich ihn direkt an. Nicht, dass er unbeteiligt wegsieht.

Tipp 4: Komme dem „Warum?“ zuvor.

Um deine Produkte und Leistungen zu bewerben, wirst du etwas behaupten, das du im Werbetext selbst kaum beweisen können. Gib den Lesern etwas an die Hand: Zeige Zahlen, Bilder, Statistiken. Oder, noch besser, erzähle eine bildhafte Geschichte. Gib Beispiele, mit denen deine Zielgruppe etwas anfangen kann. Der Glastisch hält 120 kg? Nicht sehr plastisch. Wenn aber etwas thematisch Passendes darauf gestapelt wird, kommt die Botschaft an. Und wenn das dann nicht nur „viele“, sondern „exakt 327 Pakete“ sind, wirst du nicht nur präziser, sondern vor allem glaubhafter.

Tipp 5: Vergiss dein Ziel nicht.

Bei aller Konzentration auf deine Zielgruppe: Vergiss nicht, welche Botschaft du transportieren willst. Soll dein Unternehmen bekannter werden? Willst du auf ein Angebot hinweisen? Soll der Leser eine Innovation aus deinem Haus kennenlernen? Oder sich zur Terminvereinbarung bei dir melden? Dann formuliere das so konkret wie möglich.

Auch, wenn du in diesem Werbetext nur ein Produkt hervorhebst und andere in den Hintergrund rücken – du wirst mehr Erfolg haben, wenn du dich auf das Wesentliche konzentrierst. Apropos wesentlich: Das ist für den Leser der Mehrwert und nicht die „schöne Beschreibung“.

Tipp 6: Mache Appetit.

Du weisst es aus eigener Erfahrung – unübersichtliche, lange Texte werden schnell uninteressant und anstrengend. Teile deinen Werbetext auf, in kleine, appetitliche Häppchen, leicht lesbar und verdaulich. Wenn jeder Absatz in sich geschlossen ist und Informationen auf den Punkt bringt, wird dein Leser dranbleiben. Das überbordende Büfett dagegen überfordert und macht viel zu schnell satt, um in der Metapher zu bleiben.

Das gilt im Übrigen auch für deinen Schreibstil: Präferiere kurze Sätze und klare Aussagen. Einfache, prägnante Sprache zählt. Zu viele Substantive, verschachtelte Passivsätze und überflüssige Floskeln machen deinen Werbetext nicht schön, sondern anstrengend. Und noch ein Tipp: Die Überschrift wiegt viel. Eindeutige Botschaften, kreativ formuliert, führen den Leser und wecken Interesse.

Tipp 7: Werde emotional.

Dein Werbetext verträgt das, und deine Leser erst recht. Kreative Formulierungen, emotionale Ansprache, Bilder im Kopf und erzählte Geschichten wecken das Interesse für dein Produkt. Die rationale Ebene kannst du subtil einflechten – aber auf der Gefühlsebene „kriegst du den Kunden“. Und nebenbei bleibst du so sehr viel länger im Kopf und im Bauch.

Tipp 8: Fang an.

Du wirst merken, der Start ist oft das Schwierigste. Deshalb: Schreibe einfach drauf los, was dir zum Thema in den Sinn kommt. Mit jedem Satz findest du konkreter in die Richtung, in die du gehen willst. Und wenn dann der Anfang nicht mehr passt: Schreibe ihn neu. Sei mutig, lass weg, was deiner Meinung und deinem Gefühl nach nicht passt, worüber du stolperst oder was sich falsch anhört. Profis formulieren oft den ersten Satz erst viel später oder sogar zum Schluss, und umgekehrt finden sie häufig den Schluss, lange bevor der Text wirklich zu Ende ist. Bleib frei – du musst nicht stringent von A nach B texten.

Tipp 9: Denke nicht, du seist fertig.

Wenn du das Gefühl hast, so kannst und willst du deinen Werbetext stehen lassen, lass ihn liegen. Mit ein wenig Abstand kannst du dein Werk oft besser beurteilen und vor allem im Hinblick auf Rechtschreibung und Grammatik betrachten. Denn egal wie fesselnd und begeisternd dein Werbetext sein mag: Hat er Fehler, wirkt er unprofessionell.

Tipp 10: Überzeuge dich selbst.

Sei dein eigener Kunde. Wenn dein Text eine Weile ruhen durfte, nimm ihn wieder zur Hand und lies ihn kritisch. Noch besser: Gib den Text anderen Personen zu lesen und teste die Wirkung auf jemanden, der deinen Werbetext noch nie gesehen hat. Plötzlich entsteht vielleicht eine andere Wahrnehmung oder eine Stolperfalle? Jetzt kannst du noch feinschleifen. Aber auch hier gilt: Irgendwann braucht der Text seinen Stempel, sprich seine Freigabe. Wenn du selbst überzeugt bist, gib deinen Werbetext nach draussen zu deiner Zielgruppe.

 

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